Samstag früh, nun sind auch wir 'Nachzügler' erneut auf dem Weg nach Kassel zur Documenta. Auf der Zugfahrt habe ich mich prächtig mit meinen zwei Kampagnen-Mitstreiterinnen unterhalten. Wie sind die Interviews gelaufen? Wer hat schon welche gemacht?
Mit einer Veranstaltungswoche auf der documenta in Kassel ist die Kampagne "Mir reicht's... nicht!" an die Öffentlichkeit getreten. Im Mittelpunkt steht dabei das Öffentliche Redigieren. Ausgehend von Interviews mit Aufsichten, Praktikantinnen, Putzfrauen, Künstlern und Assistentinnen haben wir damit begonnen, öffentlich und gemeinsam mit allen Interessierten an verschiedenen Orten in Kassel und mit verschieden Gästen einen Text zu verfassen.
Nachdem wir ausgeschlafen und ausgiebig gefrühstückt haben - F. und M. sind mittlerweile auch eingetroffen -, lassen wir den Abend noch mal Revue passieren. Den Vorschlag, kleinere Arbeitsgruppen zu bilden aus dem Publikum, sollten wir übernehmen, aber wie läuft das dann mit den eingeladenen Gästen?
Wir teilen uns auf: einige wollen die Ausstellung sehen, weil sie nur einige Tage hier sind, auf dem Weg hängen sie noch einige Plakate beim DGB auf. Die anderen versuchen, die Kommentare und Diskussionen des gestrigen Abends in den Text zu integrieren.
9:40 Abfahrt Hamburg Hauptbahnhof, natürlich mit dem Bummelzug - das Budget reicht nicht für den ICE. Auch nicht weiter schlimm, so gibt es mehr Zeit, die Veranstaltung vorzubereiten. Wer stellt was vor, und wie genau das mit dem öffentlichen Redigieren funktionieren soll, ist auch noch nicht allen klar. Aber das haben Premieren nun mal so an sich.