Damit hatten die beiden Superstars Scarlett Johansson und Natalie Portman nicht gerechnet. Als sie am Freitagabend bei der Premiere ihres mit Spannung erwarteten Kinofilms "Die Schwester der Königin" graziös über den roten Teppich vor dem Berlinale-Palast schritten, waren sie plötzlich selbst nur noch Kulisse.
Er hat dicke Ringe unter den Augen an diesem eisigen Mittwoch Nachmittag vor dem Bürogebäude der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Viel zu tun habe er gerade, immerhin beginne jetzt die heiße Phase der Berlinalevorbereitungen. Die Rede ist von Wolfgang Janßen, seines Zeichens Administration Manager in der Festspielleitung – sowas wie der Personalchef der Berlinale. Wer wir denn seien, will er wissen, und was es mit dem prekären Glücksrad auf sich habe.
Wir haben in Kassel ca. 40 Gespräche mit Beschäftigten aus verschiedensten Bereichen der documenta12 geführt. Als Ausgangspunkt für eine anschließende gemeinsame Diskussion auf den Veranstaltungen ('Öffentliches Redigieren 1 bis 5') haben wir Zitate aus den Gesprächen ausgewählt und unter sechs Überschriften zusammengefasst:
"Ich fühle mich als Teil des Weltmachens, wie es in dem ersten Flyer steht."
(Beirat)
Mit der Kampagne 'Mir reicht's... nicht!' haben AktivistInnen des Euromayday Hamburg sich zum Ziel gesetzt, die Großaustellung documenta als Schauplatz für Auseinandersetzungen um prekäre Arbeits- und Lebensverhältnisse zu öffnen. In einer ersten Phase der Untersuchung dieser Verhältnisse wurden und werden Gespräche mit Beschäftigten und KünstlerInnen geführt. Im Mittelpunkt steht aber die Frage nach der Entdeckung von neuen Konfliktfeldern. MALMOE fragte nach politischen Einschätzungen und Strategien.
Am 1. Mai 2005 schlossen sich mehrere tausend Menschen in Hamburg der EuroMayday-Parade an, um für wenige Stunden die Unsichtbarkeit von prekären Arbeits- und Lebensverhältnissen sichtbar zu machen. Fast zwei Jahre später sieht der gesellschaftliche Diskurs um Prekarisierung ganz anders aus: Spätestens seit der Studie "Gesellschaft im Reformprozess", die von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegeben wurde, wird Prekarisierung auch in der breiten Öffentlichkeit diskutiert.
Euromayday 2005 in Hamburg - Wir wollen realistisch sein. In Hamburg ist Euromayday ein bescheidener Anfang, die unsicheren und verborgenen Geschichten vom Leben mit, ohne und abseits der Arbeit ins öffentliche Licht zu bringen. Geschichten von Menschen, die von keiner Gewerkschaft vertreten werden und unter hohem persönlichem Einsatz ihr Leben organisieren. Ob hoch oder niedrig qualifiziert, Ausbildungen oder keine, wir arbeiten in x Jobs. Mobilität und Zeitmanagement sind unser Kapital. Produktionsmittel?